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Powerfrauen in der Landwirtschaft

Powerfrauen in der Landwirtschaft

Egal ob als Mitarbeiterinnen, Betriebsleiterinnen, Ehrenamtliche oder Aushilfen – Frauen sind ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg und die Zukunftsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe. Sie packen mit an, sind technikbegeistert, engagieren sich für Tiere und die Natur und haben die Nachhaltigkeit stets im Blick. Sie schultern oder unterstützen bei Aufgaben wie dem Mähen, bei der Klauenpflege, dem Melken oder anderen Tätigkeiten, die auf dem Hof anfallen. 

Sie vermitteln ihr Wissen an die nächste Generation und an alle, die sich für die Landwirtschaft interessieren. Dafür nutzen sie unter anderem verschiedene Kanäle wie die Sozialen Medien, um auf ihre Tätigkeit aufmerksam zu machen, Mitmenschen über ihren Beruf aufzuklären und andere für die Landwirtschaft zu begeistern. in der Landwirtschaft. 

Durch jeweils eigene Aktivitäten möchte das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und die unterzeichnenden Verbände das Jahr 2026 zum Anlass nehmen mehr Bewusstsein für die Bedeutung, die Bedürfnisse und die Leistungen von Frauen in der Landwirtschaft zu schaffen und Möglichkeiten des Austauschs für die Frauen zu schaffen, in denen sie ihre Erfahrungen mit anderen teilen, Networking betreiben und Ideen und Perspektiven entwickeln können. 

Im Folgenden möchten wir euch drei Landwirtinnen vorstellen, die bereits auf ihren Social-Media-Kanälen im täglichen Austausch mit ihren Followern stehen und diese in ihrem spannenden Arbeitsalltag mitnehmen.

Daniela-Marie Eberl alias @minnie.mouse_daniii auf Instagram.

Ich bin 26 Jahre alt und beruflich Baggerfahrerin und Landwirtin auf meinem eigenen landwirtschaftlichen Betrieb. 

Wie bist du zu deinem Beruf Landwirtin gekommen? 

Ich habe mich vor ca. 10 Jahren dazu entschieden, den schon aufgegebenen Betrieb meiner Großeltern wieder aufzubauen und ihn als Hobbybetrieb als Nebenerwerb zu führen. 

Was macht dir am Beruf am meisten Spaß? 

Am meisten Spaß macht mir die abwechslungsreiche Arbeit auf dem Hof und dass man, obwohl nicht immer alles glatt läuft, am Ende des Tages wieder etwas geschafft hat. 

Was sind die Herausforderungen für Frauen in der Landwirtschaft? 

Herausforderung als Frau in der Landwirtschaft: Natürlich bekommt man ab und zu mal kritische Blicke, wenn man mit dem Traktor unterwegs ist. Aber eine Herausforderung an sich finde ich keine, vor der nicht ein Mann auch stehen würde. 

Wie verbindest du Social Media mit deinem Beruf und was möchtest du mit deinem Account erreichen? 

Natürlich bin ich auch auf Social Media und poste fast täglich Content aus der Landwirtschaft und hoffe, dass ich viele junge Mädels erreiche, die sich vielleicht später auch trauen in der Landwirtschaft zu arbeiten.

Magdalena alias @leni.vom.bichlhof auf Instagram

Ich bin 33, Lebensmitteltechnologin und Bergbäuerin im Zillertal. Ich habe 2 Kinder und 12 Heumilchkühe. Die Balance zwischen ihnen ist meine Welt, gemeinsam mit meinem Mann. 

Wie bist du zu deinem Beruf Landwirtin gekommen? 

Die Liebe war es, mein Mann hat den Hof von seiner Familie übernommen. Es war nicht mein vorgegebener Weg, doch ein Hof funktioniert nur gemeinsam, wenn man an einem Strang zieht. Ich habe nie Landwirtin gelernt, bilde mich aber laufend weiter und besuche Kurse zu Themen, in denen uns fachliche Informationen fehlen. Mein Hintergrund aus dem Lebensmittelbereich hilft mir. 

Was macht dir am Beruf am meisten Spaß? 

Die Sonnenaufgänge in der Früh bei den Tieren sind für mich etwas ganz Besonderes. Jeder Tag ist anders, kein Morgen gleicht dem anderen. Besonders im Sommer, wenn ich um diese Zeit die Tiere von der Weide hole, ist diese Stimmung einfach unbezahlbar. Allgemein die Arbeit mit den Tieren mag ich gerne. Der Bereich kommt auch immer mehr zu mir. 

Was sind die Herausforderungen für Frauen in der Landwirtschaft? 

Eine große Herausforderung für Frauen in der Landwirtschaft sind veraltete Rollenbilder und fehlende Anerkennung. Es braucht neue Denk- und Sichtweisen von beiden Seiten, Mut zur Veränderung und Frauen, die sich einbringen. Nur so können Strukturen verändert werden und echte Mitgestaltung wird möglich. Wichtig ist, dass daheim Frauen aktiv unterstützt werden und dass ihre eigenen Bereiche am Hof gefördert werden. Egal ob im Haus, im Stall oder in der direkten Vermarktung. Eine gleichberechtigte Landwirtschaft kann nur entstehen, wenn beide auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Denn nur gemeinsam geht es. 

Wie verbindest du Social Media mit deinem Beruf und was möchtest du mit deinem Account erreichen?

 Social Media ist für mich oft wie ein Tagebuch, in dem ich meinen Alltag am Hof festhalte. Mit meinem Account möchte ich andere Frauen für das Leben in ländlichen Gebieten begeistern und Mut machen, selbst auf die Höfe zu gehen oder zurück zu den Wurzeln in ihre Heimat zu finden. Gleichzeitig möchte ich den Konsumenten zeigen, wie Landwirtschaft wirklich abläuft, und mit Mythen und Vorurteilen aufräumen. So verbinde ich Beruf, Leidenschaft und Aufklärung auf eine persönliche Art.

Jasmin alias jasi_farmlife auf Instagram

Ich komme aus Oberösterreich, genauer gesagt aus dem Mühlviertel. Gemeinsam mit meinem Ehemann bewirtschafte ich einen reinen Milchviehbetrieb im Vollerwerb. Wir bewirtschaften aktuell 50 ha Wiesen und Felder. Wir haben im März 2024 mit dem Bau unseres Lebenstraumes begonnen - ein neuer freistehender Milchviehstall mit Melkroboter und KI in dem künftig 140 Rinder Platz finden werden.

Wie bist du zu deinem Beruf Landwirtin gekommen? 

Ich bin zur Landwirtschaft tatsächlich durch meinen Mann gekommen. Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, hatte ich nichts mit der Landwirtschaft zu tun bzw. wusste nicht, was da eigentlich alles dahintersteckt. Seit 2014 bin ich nun am Betrieb und könnte mir nichts Schöneres vorstellen. 

Was macht dir am Beruf am meisten Spaß? 

Am meisten Spaß macht mir die Arbeit mit den Tieren und dass wirklich jeder Tag anders ist. Nichts ist planbar und man muss mit den unterschiedlichsten Herausforderungen schnell klarkommen. Gerade in der Erntezeit ist die Arbeit oft eine Herausforderung, weil wir sehr wetterabhängig sind. dass man sich als Frau erst einmal behaupten muss. Man wird als Frau leider oft unterschätzt, obwohl man genauso mitanpackt. Ich z. B. habe immer lackierte Nägel und bin mit den Tattoos und Piercings etwas auffälliger und wenn man dann erzählt, dass man Landwirtin ist, gibt es oft ungläubige Blicke. Ein großes Kompliment, was mir immer im Kopf bleibt, war jetzt beim Stallbau als eine Gruppe Besucher:innen da war und ich alle Fragen was Erdbau, Hallenbau etc. betraf beantwortet habe - und dann ein Mann gesagt hat: „Wow, die Frau hat echt Ahnung von dem, was sie tut...Respekt!" ich es ab. 

Wie verbindest du Social Media mit deinem Beruf und was möchtest du mit deinem Account erreichen? 

Ich zeige auf Social Media aktuell natürlich alles rund um den Stallbau und welche Herausforderungen und Hürden wir zu bewältigen haben. Das funktioniert tatsächlich eher so nebenbei, weil ich das Handy eigentlich immer mit dabei habe und wenn etwas interessant ist, dann filme Mein Ziel ist definitiv die Aufklärungsarbeit und zu zeigen, wie Landwirtschaft wirklich funktioniert - weg von rosaroten Schweinchen, die sprechen und lila Kühen die Schokolade produzieren. Echt und authentisch - auf Augenhöhe mit den Konsumenten. Zeigen, wie wertvoll die heimische regionale Landwirtschaft ist. Wissen, wo sein Essen herkommt und wie es produziert worden ist! Transparenz durch und durch.