Bestell-Telefon 08374 / 580 93 0 Mo - Fr: 08:00 - 16:00
**zusätzlich -2% ab 500€ Bestellwert, kostenlose Lieferung ab 179 €
Zur Startseite gehen
LEBEN für die HERDE

LEBEN für die HERDE

Leben für die Herde beginnt oft als Familiengeschichte. Seit rund 40 Jahren ist Robert Drexel in der Staudenschäferei tätig, die heute auch den Alltag seiner Frau Maika und Tochter Elisa prägt. 

Mit rund 70 bis 80 Mutterschafen – Merino-Landschafen und Krainer Steinschafen in Herdbuchzucht – steht ihr Betrieb für gelebte Tradition, Verantwortung und Leidenschaft für die Schafhaltung. Neben der Zucht spielen auch Fleisch, Fell und Wolle eine wichtige Rolle, ebenso wie das Tierwohl und der enge Bezug zu jedem einzelnen Tier. 

Als ausgebildeter Tierwirt im Bereich Schafhaltung und zweiter Vorstand im Landesverband Bayerischer Schafhalter engagiert sich Robert Drexel weit über den eigenen Betrieb hinaus. Ob bei der Pflege von Gemeindeflächen, auf Bockmärkten, bei Ferienprogrammen für Kinder oder auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt – die Schäferei ist hier sichtbar und erlebbar. Auch Hütehunde gehören fest zum Alltag: Sie sind selbst ausgebildet und unterstützen nicht nur die tägliche Arbeit, sondern auch die Ausbildung von Koppelgebrauchshunden. 

Wir haben mit Robert Drexel und seiner Familie über ihren Alltag, die Bedeutung der Schafschur und das Leben mit Herde und Hund gesprochen.

„Schäferei ist kein Job– sie ist eine Haltung.“

Wie seid ihr zur Schäferei gekommen – und gab es einen Moment für dich Robert, in dem du wusstest: Das ist dein Leben?

„Eigentlich hat alles ganz pragmatisch angefangen. Wir haben Grünflächen aus einem ehemaligen Nebenerwerbsbetrieb zurückbekommen und uns überlegt, wie wir sie sinnvoll nutzen können. So entstand die Idee, Schafe zu halten. Ein Nachbar hatte bereits eine Herde und wurde zu meinem Lehrmeister – von ihm habe ich vieles gelernt, was man aus keinem Buch mitnehmen kann. 

Der Moment, in dem mir klar wurde, dass die Schäferei mehr als nur eine Idee ist, kam während der Lammzeit. Wenn neues Leben auf die Welt kommt und man diese Verantwortung ganz unmittelbar spürt, weiß man: Das ist nicht einfach ein Hobby. Das ist mein Leben.“

Der Tag beginnt mit der Herde

Wie sieht ein typischer Tag bei euch und euren Schafen aus?

"Der Tag beginnt früh im Stall. Zuerst werden die Tiere gefüttert und sorgfältig kontrolliert – ein kurzer Blick reicht oft schon, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Danach geht es gemeinsam mit den Hunden zu den Schafen auf die Weide. Je nach Situation stecken wir neue Futterflächen mit dem Zaun ab oder treiben die Herde auf eine andere Fläche um. 

Mittags folgt eine weitere Kontrolle im Stall – gerade in der Lammzeit ist das wichtig. Gibt es neue Lämmer, braucht eines besondere Aufmerksamkeit? Am Nachmittag steht erneut die Kontrolle der Weide an. Im Sommer kommt zusätzlich die Arbeit für den Winter dazu: Futter gewinnen und Vorräte sichern. 

Am Abend endet der Tag wieder im Stall – mit Füttern und einer letzten Sichtkontrolle der Tiere. Erst wenn alles ruhig ist, ist auch der Arbeitstag abgeschlossen."

Man merkt sofort, wenn etwas nicht stimmt

Woran erkennt ihr, dass es euren Schafen gut geht – oder eben nicht?  

„Ob es unseren Schafen gut geht oder nicht, lässt sich oft schon an kleinen Veränderungen erkennen. Auffällige Körperhaltungen, Absonderung von der Herde, ein gesenkter Kopf oder ein geringes Reaktionsvermögen sind klare Warnsignale, bei denen man genau hinschauen muss. 

Geht es den Tieren gut, zeigen sie das sehr deutlich: durch eine entspannte Wiederkautätigkeit, einen flüssigen Bewegungsablauf und eine wache Anteilnahme an ihrer Umwelt. Wer täglich mit den Tieren arbeitet, entwickelt dafür ein feines Gespür – und genau das ist entscheidend für eine verantwortungsvolle Schafhaltung.“

Schafschur: Pflicht für das Tier – und Teil verantwortungsvoller Haltung

Warum ist die regelmäßige Schafschur so wichtig – und worauf achtet ihr besonders dabei? Was tut ihr, damit die Schur für die Tiere möglichst stressfrei abläuft?

„Die regelmäßige Schafschur ist aus mehreren Gründen unverzichtbar. Zum einen gibt es klare tierschutzrechtliche Vorgaben: Mindestens einmal im Jahr müssen Schafe geschoren werden. Dazu kommt die Wollernte, insbesondere wenn die Wolle weiterverarbeitet werden soll. Vor allem aber dient die Schur dem Wohlbefinden der Tiere. 

Darüber hinaus ist die Schur eine wichtige Hygienemaßnahme, besonders im Zusammenhang mit Geburten. Sie hilft dabei, Verschmutzungen zu vermeiden und beugt dem Befall mit Fliegenmaden vor – ein ernstzunehmendes Problem in der Schafhaltung. 

Damit die Schur für die Tiere möglichst stressfrei abläuft, ist Ruhe entscheidend. Die Schafe werden auf engem Raum zusammengeführt und ruhig zum Scherplatz gebracht, was ihnen Sicherheit gibt und entspannend wirkt. Nach der Schur bekommen die Tiere eine längere Ruhephase, um sich zu erholen.“

Ohne gutes Werkzeug geht nichts

Welche Werkzeuge sind für euch bei der Schur und im Alltag unverzichtbar?

„Bei der Schur sind zuverlässige Werkzeuge das A und O. Eine gute Schermaschine gehört für mich zur Grundausstattung – sowohl stationäre Geräte als auch Akku-Schermaschinen, je nach Einsatz und Situation. Ebenso wichtig sind scharfe Klauenmesser und Klauenscheren für die regelmäßige Pflege der Tiere. 

Fanghaken kommen vor allem beim Einfangen einzelner Tiere zum Einsatz. Sie erleichtern das sichere Erfassen der Schafe, ohne unnötige Unruhe in die Herde zu bringen. Insgesamt gilt: Gut abgestimmtes und gepflegtes Werkzeug erleichtert den Arbeitsalltag und trägt dazu bei, ruhig und tierschonend zu arbeiten.“

Hütehunde – Partner auf vier Pfoten

Welche Rolle spielen eure Hütehunde in der täglichen Arbeit – und was macht diese Zusammenarbeit so besonders?

„Unsere Hütehunde spielen in der täglichen Arbeit eine unverzichtbare Rolle. Sie helfen dabei, die Herde zu fixieren, unterstützen beim Umtrieb, beim Einfangen einzelner Tiere und beim Verladen der Schafe. Viele Arbeiten wären ohne sie deutlich aufwendiger oder kaum möglich. 

Das Besondere an der Zusammenarbeit ist, dass der Hütehund gewissermaßen der verlängerte Arm des Schäfers ist. Über den Hund kann man gezielt Einfluss auf die Herde nehmen, ohne Unruhe zu erzeugen. Das fördert auch natürliche Eigenschaften der Tiere, etwa den Mutterinstinkt, und sorgt für ein ruhiges Miteinander. 

Für mich persönlich ist klar: Ein guter Schäfer braucht einen guten Hund – ohne Hütehund ist die Schäferei kaum vorstellbar.“

Zwischen Idealismus und Realität

Was sind aktuell die größten Herausforderungen in der Schäferei?

„Zu den größten Herausforderungen in der Schäferei zählen aktuell der zunehmende Bürokratismus und die Rückkehr des Wolfs. Der Verwaltungsaufwand nimmt stetig zu und bindet viel Zeit im Alltag. 

Der Wolf stellt für viele Schafhalter eine zusätzliche Herausforderung dar. Zum Schutz der Herden werden unter anderem Elektrozäune eingesetzt.“

Kerbl Schafklauenmesser Profi

Kerbl Schafklauenmesser Profi

Das Klauenmesser Profi eignet sich für die professionelle Klauenpflege bei Schafen und Ziegen und verfügt über eine zweischneidige, kurze Klinge aus deutschem Edelstahl.Vorteile auf einen Blick:Zweischneidig: flexible Anwendung in beide SchneidrichtungenKurze Klinge aus deutschem Edelstahl: präzise Führung möglichLange Standzeit laut Hersteller: hochwertiger Werkstoff mit ausgezeichneter NachschleifbarkeitEinphasiger Profi-Schliff: für glatte SchnittführungEdelholzgriff: wasser- und fettabweisend in ergonomischer BauweiseProduktdaten:Produkt: Klauenmesser ProfiGeeignet für: Schafe und ZiegenKlingentyp: zweischneidig, kurzSchliff: einphasiger Profi-SchliffGriff: Edelholz, wasser- und fettabweisendWarum unser Klauenmesser Profi? Das Klauenmesser Profi wurde für den regelmäßigen Einsatz in der Klauenpflege entwickelt. Die zweischneidige Edelstahlklinge ermöglicht eine vielseitige Nutzung bei unterschiedlichen Schneidbewegungen. Der Edelholzgriff liegt angenehm in der Hand und ist auf einfache Reinigung im Stallalltag ausgelegt. Die vom Hersteller angegebene lange Standzeit des Materials sowie eine gute Nachschleifbarkeit unterstützen eine nachhaltige Anwendung des Werkzeugs.Jetzt bestellen und Klauen bei Schafen und Ziegen präzise pflegen!

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

11,99 €*
Heiniger Schafschere - Xcell 2-Speed (2 Akkus)

Heiniger Schafschere - Xcell 2-Speed (2 Akkus)

Heiniger Schafschermaschine Xcell 2-Speed – kabellos, kraftvoll, flexibelDie Heiniger Xcell 2-Speed vereint Leistung, Komfort und Flexibilität in einer akkubetriebenen Schermaschine für Schafe und Kameliden. Mit bis zu 2.800 Doppelhüben pro Minute auf der höheren Stufe sorgt der leistungsstarke Direktantrieb für effizientes und sauberes Scheren – vibrationsarm und angenehm leise.Dank der zwei Lithium-Ionen-Akkus mit jeweils bis zu 60 Minuten Laufzeit bist du unabhängig von Kabeln und kannst deine Tiere im Dauerbetrieb scheren, während ein Akku lädt. Das ergonomische Design mit Soft-Touch-Griff macht die Maschine besonders handlich, leicht und griffig. Solide Verarbeitung und langlebige Komponenten garantieren zuverlässigen Einsatz – auch bei intensiver Nutzung.Vorteile auf einen Blick2 Geschwindigkeitsstufen: 2.500 / 2.800 Doppelhübe pro MinuteDauerbetrieb möglich dank 2 AkkusBis zu 60 Minuten Laufzeit pro AkkuVibrationsarm und leise im BetriebDirektantrieb für maximale EffizienzErgonomisch, leicht und griffig mit Soft-Touch-OberflächeSolide, langlebige VerarbeitungProduktdatenAkku: 14,4 V Lithium-Ion, 5.000 mAhGeschwindigkeit: 2.500 / 2.800 Doppelhübe pro MinuteLänge: 345 mmGewicht: 1.334 gAkkulaufzeit: bis 60 Min.Akkuladezeit: bis 60 Min.Lieferumfang1 × Heiniger Schafschermaschine Xcell 2-Speed2 × Lithium-Ionen-Akkus (14,4 V, 5.000 mAh)1 × LadegerätZubehör inkl. Fangkette und BedienungsanleitungWarum die Heiniger Xcell 2-Speed?Weil sie dir eine flexible, kabellose und leistungsstarke Lösung für die Schafschur bietet. Mit zwei Akkus für Dauerbetrieb, hoher Schnittleistung und ergonomischem Design machst du das Scheren effizient, komfortabel und zuverlässig – selbst bei größeren Tierbeständen.Hol dir jetzt die Heiniger Xcell 2-Speed – für professionelle Schafschur mit maximaler Bewegungsfreiheit.
879,00 €*
Göbel EURONETZ / Schafnetz, 90 cm hoch

Göbel EURONETZ / Schafnetz, 90 cm hoch

Das Euro-Netz Extra ist ein elektrifizierbares Weidezaunnetz für Schafe, Lämmer und Ziegen. Es ist 90 cm hoch, 50 m lang und verfügt über eine engere Maschenstruktur im unteren Bereich – auch geeignet für Lämmer.Vorteile auf einen Blick:Speziell für Klein- und Jungtiere: engmaschiger unterer BereichVerbesserte Standfestigkeit: 14 Kunststoffpfähle mit DoppelspitzeErhöhte Leitfähigkeit: 7 von 8 Litzen mit eingearbeiteten ChromnickeldrähtenObere Litze verstärkt: für eine stabile ZaunführungUV-stabilisiert: auf Witterungseinfluss ausgelegtJede Maschenkreuzung verschweißt: mit KunststoffplombeTechnische Daten:Höhe: 90 cmLänge: 50 mAnzahl horizontale Litzen: 87 davon mit eingearbeitetem ChromnickeldrahtPfähle: 14 Kunststoffpfähle mit DoppelspitzeLeiterkonstruktion:Obere Litze verstärkt:24 Kunststoffmonofile Ø 0,40 mm6 Edelstahldrähte Ø 0,20 mmBodenlitze verstärkt, nicht stromführend:32 Kunststoffmonofile Ø 0,40 mmÜbrige Litzen:15 Kunststoffmonofile Ø 0,40 mmEdelstahldrähte Ø 0,20 mmSenkrechte: je 15 Kunststoffmonofile Ø 0,40 mmUV-stabilisiertMaschenkreuzungen verschweißt mit Kunststoffplombe(Hinweis: Elektrifizierung nur in Kombination mit geeignetem Weidezaungerät.)Warum das Euro-Netz Extra? Das Euro-Netz Extra ist laut Hersteller für Schafe, Lämmer und Ziegen ausgelegt. Die Kombination aus verstärkter Oberlitze, engmaschigem unteren Netzbereich und Doppelspitzenpfählen unterstützt die Stabilität im Weidealltag – auch bei leicht unebenem Gelände. Dank der eingearbeiteten Chromnickel- und Edelstahlleiter ist das Netz elektrifizierbar und somit für mobile oder dauerhafte Zaunanlagen geeignet.Jetzt bestellen und Weideflächen sicher für Kleintiere einzäunen!

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Inhalt: 50 m (1,80 €* / 1 m)

Ab 89,90 €*

Warum sich dieser Beruf trotzdem lohnt

Was gibt euch die Schäferei – trotz aller Herausforderungen?

„Die Schäferei lehrt uns, in Kreisläufen zu denken. Es geht darum, mit der Natur zu arbeiten und naturnahe Produkte zu erzeugen. Die tägliche Arbeit mit und am Tier gibt dem Alltag Struktur und Sinn. 

Besonders wichtig ist für uns auch die Kommunikation mit den Hütehunden – dieses Zusammenspiel von Mensch, Tier und Herde ist etwas ganz Besonderes. Am Ende trägt die Schäferei nicht nur zur Versorgung bei, sondern auch zur Pflege unserer Landschaft. Genau das macht diesen Beruf für uns so wertvoll.“

Schäferei braucht Akzeptanz

„Die Schäferei ist ein vergleichsweise kleiner Teil der Landwirtschaft. Umso wichtiger ist es, dass sie innerhalb der Landwirtschaft genauso anerkannt wird wie von der Bevölkerung. Schafe gehören dazu – sie sind Nutztiere, mit denen verantwortungsvoll gearbeitet wird und die einen festen Platz in unserer Kulturlandschaft einnehmen."